In letzter Minute platzte der geplante Opel-Verkauf an Magna. Dieser plötzliche Kurswechsel löste in Deutschland heftige Reaktionen aus, sowohl in der Regierung als auch in der Gesellschaft. Die unverhoffte Planänderung verunsichert, 66 Prozent der Deutschen lehnen, einer Umfrage zufolge, weitere Staatshilfen für Opel ab.
Auch der Experte Dudenhöffer spricht sich gegen weitere Staatshilfen aus: Staatliche Kredite an Opel unter dem Mutterkonzern General Motors seien "um ein vielfaches riskanter als bei Opel-Magna", erklärte er, denn GM-Opel sei "alles andere als ein Unternehmen, das geordnete Strukturen besitzt". Anstatt weitere Staatshilfen zu genehmigen empfahl er, die ausstehenden 900 Millionen Euro des Brückenkredits so schnell wie möglich samt Zinsen zurückzuholen und die Opel-Treuhand unmittelbar aufzulösen. Alles andere sei laut Dudenhöffer „ein hoch riskanter Einsatz von Steuergeld".
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