Montag, 24. August 2009

Schufa Daten in der Hälfte der Fälle falsch

Um sich von der Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu überzeugen informieren sich Banken und Einzelhändler in der Regel bei der Wirtschaftsauskunft Schufa oder anderen Instituten. Wie in der letzten Woche durch die Medien ging, sind diese Auskünfte jedoch keineswegs immer richtig. Ganz im Gegenteil oftmals sind die Daten über die Kreditwürdigkeit gänzlich falsch, das ergab eine Stichprobenuntersuchung im Auftrag der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Das Ergebnis der Untersuchung hält sie für einen Skandal und ruft zu eifrigem Widerspruch auf. Das Institut für Grundlagen und Programmforschung überprüfte die großen Auskunfteien Schufa, Creditreform, Bürgel und Arvato und hat zu diesem Zweck rund hundert Stichproben untersucht. Das Ergebnis ist unglaublich: Einträge etwa bei der Wirtschaftsauskunftei Schufa basierten in 46 Prozent aller Fälle auf fehlerhaften Daten. Die Daten seien zum Teil falsch oder veraltet gewesen, zum Teil basierten die Daten auf Angaben der Testpersonen selbst. In anderen Fällen gab es Namensverwechslungen oder ein bereits getilgter Kredit wurde als ungetilgt aufgeführt. Ilse Aigner wies Bürger im ARD-Morgenmagazin daraufhin misstrauisch zu sein: "Ich kann nur die Verbraucher auffordern, auch nachzufragen und gegebenenfalls eine Korrektur der Daten zu fordern".

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