Montag, 6. Juli 2009

Quelle steht ein harter Weg bevor

Die Neuigkeiten um Quelle reißen nicht ab. Kurz nachdem dem insolventen Versandhändler der rettende Massekredit von 50 Millionen Euro, sowohl vom Bund als auch abschließend von der EU, genehmigt worden ist, melden sich schon die ersten Interessenten für eine Übernahme zu Wort. Jörg Nerlich, der Insolvenzverwalter der Arcandor-Versandhandelssparte, sagte gegenüber der SZ: „Es wird drastische Maßnahmen geben müssen, die auch Arbeitsplätze kosten werden.“ Zudem erklärte er, dass es drastische Maßnahmen geben müssen, die durchaus auch Arbeitsplätze kosten würden. Wie viele der 10.000 Stellen wegfallen könnten, konnte er noch nicht sagen. „Wir spielen derzeit die unterschiedlichsten Szenarien durch und schauen uns an, wo sich bei Quelle wie dauerhaft Rendite erzielen lässt und wo wir schneiden müssen.“ Der Kern des Unternehmens könnte jedoch gerettet werden, davon schien Nerlich überzeugt.
Der Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodeor zu Guttenberg meinte ebenfalls, das laufende Insolvenzverfahren würde ein harter Weg, von vielen Unabwägbarkeiten begleitet. „Quelle braucht eine zügige Modernisierung, denn die Wettbewerber schlafen nicht“, mahnte Guttenberg. Im Hinblick auf die vom Staat gewährten Hilfen erklärte der Minister, der zugesagte Massekredit sei an die notwendige Sicherheit gebunden, dass Steuergelder wieder zurückfließen.